Meissen: Marken erkennen und datieren
Kurz gesagt
Meissen (Keramik und Porzellan, Deutschland): wie die Marke aussieht, 4 Varianten nach Zeitraum, wie man ein Stück datiert und wie Fälschungen aussehen – mit Zitaten aus Quellen von Museen, Herstellern und Prüfämtern.
Aktualisiert am 2026-09-10 · Quellen: Meissen, German Patent and Trade Mark Office
Sie haben eins? Scannen Sie es und sehen Sie, was es wert ist.
Laden im App StoreWas sind die wichtigsten Fakten?
- Kategorie: Keramik und Porzellan
- Land: Deutschland
- Aktive Jahre: 1710 bis heute (die Schwertermarke wurde ab 1731 verbindlich eingeführt)
- So sieht die Marke aus: Die Marke besteht aus zwei gekreuzten Schwertern, gemalt in Kobaltblau unter der Glasur (angelehnt an das kursächsische Wappen), meist auf dem Boden des Stücks und oft begleitet von Zusatzmarken wie einem Jahreszeichen, einer Dekornummer und einer Malernummer.
- Wo Sie suchen sollten: Der Boden des Stücks
So sieht die Marke von Meissen aus
Die Marke besteht aus zwei gekreuzten Schwertern, gemalt in Kobaltblau unter der Glasur (angelehnt an das kursächsische Wappen), meist auf dem Boden des Stücks und oft begleitet von Zusatzmarken wie einem Jahreszeichen, einer Dekornummer und einer Malernummer.
Wie sich die Marke im Lauf der Zeit verändert hat
- ca. 1720 bis etwa 1730 (Frühzeit): Erst nachdem Meissen 1720 die Unterglasurmalerei in Kobaltblau entwickelt hatte, konnten Marken einheitlich aufgebracht werden; frühe Marken waren nicht standardisiert, und es tauchten verschiedene abgekürzte Marken auf, darunter K.P.M. (Königliche Porzellan-Manufaktur), M.P.M. (Meissner Porzellan-Manufaktur) und K.P.F. (Königliche Porzellan-Fabrik).
- Ab 1731: Auf Empfehlung des Manufakturinspektors Johann Melchior Steinbruck setzte sich ab diesem Zeitpunkt die Schwertermarke (abgeleitet aus dem kursächsischen Wappen) allgemein als Manufakturmarke durch; die Gestaltung selbst änderte sich danach kaum, doch verschiedene Direktoren fügten gelegentlich Details wie Sterne oder Zahlen hinzu, um Chargen zu unterscheiden.
- 1875: Nach Inkrafttreten des deutschen Reichsgesetzes über den Markenschutz ließ die Meissener Porzellanmanufaktur die Schwertermarke in diesem Jahr offiziell als Warenzeichen eintragen.
- Ab 1948: Auf dem Boden der Stücke wurde nun ein Jahreszeichen angebracht, sodass sich das genaue Herstellungsjahr festhalten ließ.
So datieren Sie ein Stück
Zur Datierung lassen sich neben den gekreuzten Schwertern selbst auch Zusatzmarken heranziehen, etwa Jahreszeichen, Dekor- und Malernummern sowie der Schleifstrich auf dem Boden, der die Qualitätssortierung anzeigt: Stücke erster Wahl haben in der Regel keinen Schleifstrich, während Stücke zweiter Wahl einen Schleifstrich unter der Marke aufweisen.
Hinweise zu diesem Eintrag
Die offizielle Website gibt an, dass neben der Schwertermarke verschiedene Zusatzmarken auftreten können, darunter Dekornummern, Malernummern, Jahreszeichen und Qualitätsmarken; auf den abrufbaren offiziellen Seiten fand sich jedoch kein konkreter Text, der eine „echte Schwertermarke“ von einer „gefälschten Schwertermarke“ unterscheidet, daher wurde dies nicht unter common_fakes_or_confusions aufgenommen.
So fotografieren Sie die Marke
Drehen Sie das Stück um und beleuchten Sie die Marke mit einer Lampe oder der Handy-Taschenlampe aus flachem Winkel; so treten eingeprägte oder gravierte Linien plastisch hervor. Eine gedruckte oder gemalte Marke braucht dagegen weiches, gleichmäßiges Licht. Füllen Sie das Bild mit der Marke aus und machen Sie dann eine zweite Aufnahme vom ganzen Stück. Entfernen Sie vor dem Fotografieren keine Anlaufschicht vom Silber; dunkel ist die Marke besser lesbar. Die App gleicht Marke und Form mit den obigen Hinweisen ab.
Häufige Fragen
Wie sieht die Marke von Meissen aus?
Die Marke besteht aus zwei gekreuzten Schwertern, gemalt in Kobaltblau unter der Glasur (angelehnt an das kursächsische Wappen), meist auf dem Boden des Stücks und oft begleitet von Zusatzmarken wie einem Jahreszeichen, einer Dekornummer und einer Malernummer.
Wie datiere ich ein Stück von Meissen?
Zur Datierung lassen sich neben den gekreuzten Schwertern selbst auch Zusatzmarken heranziehen, etwa Jahreszeichen, Dekor- und Malernummern sowie der Schleifstrich auf dem Boden, der die Qualitätssortierung anzeigt: Stücke erster Wahl haben in der Regel keinen Schleifstrich, während Stücke zweiter Wahl einen Schleifstrich unter der Marke aufweisen.
Beweist eine Marke, dass das Stück echt ist?
Nein. Eine Marke ist nur ein Indiz; Form, Gewicht, Dekor, Gebrauchsspuren und Machart müssen dazu passen. Marken werden kopiert, und markierte Teile werden manchmal mit unmarkierten zu einer Mariage zusammengefügt.
Weitere Einträge: Keramikmarken und Silberpunzen
- Rookwood Pottery: Marken erkennen und datieren
- Fiesta (Homer Laughlin): Marken erkennen und datieren
- Lenox: Marken erkennen und datieren
- Wedgwood: Marken erkennen und datieren
- Royal Doulton: Marken erkennen und datieren
- Clarice Cliff: Marken erkennen und datieren
- Moorcroft: Marken erkennen und datieren
- Royal Copenhagen: Marken erkennen und datieren
- Belleek Pottery: Marken erkennen und datieren
- Noritake: Marken erkennen und datieren
- Nippon-Marke: erkennen und datieren
- Occupied-Japan-Marke: erkennen und datieren
Verwandte Seiten
AntiqLens für das iPhone
Mach ein Foto – AntiqLens sagt dir, was du vor dir hast.
Sie haben eins? Scannen Sie es und sehen Sie, was es wert ist.
Quellen
- Meissenwww.meissen.com/net/meissen-originals
- German Patent and Trade Mark Officewww.dpma.de/english/our_office/about_us/history/30yearsofgermanunity/eastbrands/
Zusammengestellt von der AntiqLens-Redaktion
Alle Fakten auf dieser Seite stammen aus den oben genannten Quellen; Zahlen und Preise sind unverändert aus der Quelle übernommen, und bei Preisen sind Katalog oder Auktion samt Datum angegeben. Recherche und Entwurf wurden durch KI unterstützt; anschließend wurde jede Aussage anhand der zitierten Quellen geprüft. Geprüft am 2026-09-10. Wir kaufen, verkaufen und bewerten keine Objekte; die App bestimmt, was du fotografierst, und verweist dich auf diese Quellen.